Letzte Stunden

Individuen im Star Wars Universum

Moderator: Jaime Skywalker

Antworten
Benutzeravatar
Ayara Kotum
Padawan
Beiträge: 472
Registriert: 17.10.2010, 19:01
Wohnort: Heisterbacherrott
Kontaktdaten:

Letzte Stunden

Beitrag von Ayara Kotum » 09.10.2012, 22:01

Nehmen wir einmal an, die Welt der Star Wars Galaxie würde in 24 Stunden untergehen und all unsere Lieblingscharaktere (oder auch Nicht-Lieblingscharaktere) wüssten davon. Mit wem glaubt ihr, würden sie ihre letzten Stunden am liebsten verbringen?
Bei Euren Vorschlägen könnt ihr Zeiten, eventl. Todesfälle usw. außer Acht lassen. Heißt im Klartext: Sowohl ein Obi-Wan, als auch ein Darth Bane dürfen den Weltuntergang erleben, auch wenn sie zu unterschiedlichen Zeiten lebten. Und ihr könnt auch gerne darüber diskutieren, ob Obi-Wan lieber Qui-Gon oder Siri an seiner Seite gehabt hätte und vernachlässigen, dass beide halt zwischendurch mal sterben.

Ich fange mal mit jemand einfachen an: Anakin Skywalker.
Anakin hatte in seinem Leben zwei besonders wichtige Bezugspersonen: Seine Mutter und Padmé. Hätte er sich entscheiden müssen, hätte er als kleiner Junge seine Mutter gewählt, als Jedi eher Padmé. Als Kind wollte er halb seine Mutter beschützen, halb von ihr beschützt werden. Als Erwachsener wollte er nur noch beschützen und zwar Padmé.

Wie seht ihr das? Und für wen würden sich Qui-Gon, Obi-Wan, Yoda, Sidious, Maul und Co. entscheiden?
Sehr gespannt auf eure Antworten ich bin!
"Die Jedi sind keine Sekte, Anakin. Wir werden von Mitgefühl und von dem Glauben geleitet, dass die Macht größer ist, als die Summe jener, die sich ihr öffnen."
-Obi-Wan Kenobi-

Padawan von Jaime Skywalker

Benutzeravatar
Jolee Bindu
Jedi-Meister
Beiträge: 2271
Registriert: 02.02.2009, 21:08
Wohnort: Burgkunstadt
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Jolee Bindu » 10.10.2012, 14:03

Ist eine interessante Fragestellung….

Wie denkt der ein oder andere Jedi? Wie sieht er sich? Wie interpretiert er die „letzten 24 Stunden“?....als Ende von allem was ist?......oder als Neuanfang?

Für die Jedi gibt es eh keinen Tod..sondern es gibt die Macht…das Weiterleben in der Macht, mit der Macht….der Jedi-Moralkodex besagt im philosophischen Wert auch: es gibt keinen Tod – die Macht gibt es.

Also stellt sich die Frage, ob die Jedi diese letzten 24 Stunden auch so empfinden wie die anderen Lebewesen in der Galaxie.

Im Sith-Kodex lese ich so eine Stelle nicht direkt heraus, die sich mit Tod und Macht auseinandersetzt. So würde ich vermuten, dass die Sith wohl eher darunter leiden als die Jedi. Denn die Sith wollen den Sieg, wollen die Macht als menschliches Faktum ausleben. Da dieses in 24 Stunden nicht mehr vorhanden sein wird kann ich mir vorstellen, dass die Sith sich eher als „Verlierer“ sehen. Zwar wird es die Jedi dann auch nicht mehr geben….aber ein Sieg für die Sith ist es auch nicht…sie werden wohl eher damit Probleme haben als manche Jedi.

Aber zurück zur Frage…

Wer würde was tun…..

Ich denke, dass Mace Windu zusammen mit Yoda im Jedi-Tempel in Ruhe meditierend auf das kommende Ende warten würden. Sie verkörpern beide den typischen Vorzeige-Jedi….ohne große offene, menschliche Gefühle….und so würden sie auch das nahende Ende sehen. Nicht als Tod..sondern als Übergang in die Macht...und darauf würden sie sich vorbereiten.

Obi-Wan … so könnte ich mir vorstellen, würde vielleicht versuchen zur Gräfin Satine zu gelangen. In den Filmen von „Clone Wars“ hat er klar gesagt, dass er für sie – wenn sie ein Wort gesagt hätte – den Jedi Orden verlassen hätte.
Andererseits hatte Obi-Wan auch eine sehr starke Bindung (und auch Liebe) zu Siri Tachi. Sie schenkte ihm kurz vor ihrem Tod einen Kristall…den Obi-Wan sicherlich lange Zeit bei sich behielt. So wäre es hier interessant, welchen Weg Obi-Wan gehen würde….aber das er sich für eine der beiden entscheiden würde, wäre für mich klar. Er mag die Gefühle gegenüber dem Jedi-Orden nie offengelegt haben...das er sie zugelassen hat zeigt aber auch, dass dieser Weg zumindest angedacht hat.

Tja…und ich selbst….Jolee Bindo……der alte graue Jedi, der in den Sith-Kriegen gekämpft hat? Wahrscheinlich würde er mit seiner (in den Kriegen verlorenen) Frau Nayama nach Kashyyyk zurückkehren. Er lebte dort für 20 Jahre im Exil und es war für ihn eine scheinbar bessere Heimat als der Jedi-Tempel. Wahrscheinlich würde er dort, in den Schattenlanden…in seiner kleinen Hütte und mit seiner Frau Nayama vereint die letzten Stunden verbringen.

Revan von Borbra
Jedi-Meister
Beiträge: 650
Registriert: 25.09.2004, 10:45
Wohnort: Autobahn

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Revan von Borbra » 10.10.2012, 20:43

Mit wem die ihre letzten Stunden verbringen ist mir eigentlich absolut gleich. Jeder soll so verecken wie es ihm Spaß macht und er meint das es am Besten ist.

Ich würde wohl den Knopf suchen der diesen Untergang auslöst und draufhauen wie blöde, oder schauen das ich mit dem Schwert in der Hand vorher sterbe.

Wenn beide Optionen nicht möglich sind, verbringe ich diese 24 Stunden wie mein Leben davor auch... vergeudend und nach diesem scheiß Knopf suchend...
Von einer nicht näher benannten Padawan: "Wenn wir Geld brauchen, spiele ich einfach auf der Flöte bis die Schlange kommt."

Meister von Kasha Nedjoa und Araya Syn

Keylab Halcyon

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Keylab Halcyon » 11.10.2012, 10:13

Also für existente Star Wars Charactere kann ich das schlecht beantworten.

Ich kanns für meinen Rollenspiel und Live Rollenspiel alter-Ego "Keylab" beantworten.

Keylab würde sich wahrscheinlich unter die Menschen mischen und versuchen ihnen die Angst zu nehmen, weil er es wohl als schlimm erachten würde wenn die Menschen mit einem Gefühl der Angst gehen müssten.

Er selber würde es wohl gelassener sehen und gespannt darauf warten wo die Reise für ihn dann weiterginge.

Benutzeravatar
Ayara Kotum
Padawan
Beiträge: 472
Registriert: 17.10.2010, 19:01
Wohnort: Heisterbacherrott
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Ayara Kotum » 11.10.2012, 10:56

Sehr interessanter und schöner Gedanke, Keylab. Ich persönlich glaube, dass die Angst vor dem Tod den Tod weit schlimmer macht, als er ist. Den Menschen in der letzten Stunde diese zu nehmen betrachte ich daher als großes Geschenk.
Das könnte ich mir bei dem ein oder anderen, weltgewanterem Jedi auch vorstellen.
"Die Jedi sind keine Sekte, Anakin. Wir werden von Mitgefühl und von dem Glauben geleitet, dass die Macht größer ist, als die Summe jener, die sich ihr öffnen."
-Obi-Wan Kenobi-

Padawan von Jaime Skywalker

Benutzeravatar
Jolee Bindu
Jedi-Meister
Beiträge: 2271
Registriert: 02.02.2009, 21:08
Wohnort: Burgkunstadt
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Jolee Bindu » 11.10.2012, 11:09

Ja – sicherlich ist das ein Geschenk für den Menschen, der das kann.

Es ist allerdings immer leichter geschrieben als gelebt. Solange es nicht Wirklichkeit ist und wird, sind die Gedanken diesbezüglich voller „guter Dinge“. Die Frage ist hier: wie stark ist man wirklich….nicht nur auf dem Papier…sondern wenn es darauf ankommt.

Beispiel:

Beim Militär wird man durch Übungen auf den Einsatz vorbereitet. Verwundete werden mittlerweile ebenfalls „authentisch“ dargestellt (soweit es geht)….um den Soldaten klar zu machen, was passieren kann. Da wir im Gedanken wissen, dass es hier eine Übung ist…wir den Kameraden beim Abendessen wiedersehen…solange werden wir immer dabei sein und den Ernst der Lage nur bedingt verinnerlichen.

Im realen Einsatz ….zeigt es sich anders. Wenn wir für uns wissen, dass der Kamerad nicht mehr zurückkommt….wenn die Kugeln Wirklichkeit werden und Freunde um einen herum fallen….wenn die Verwundeten einem mit leeren Augen anshene….dann zeigt es sich wie stark der Mensch, der Geist und die Seele tatsächlich ist um das, was man sich vorgenommen hat auch weiterzuleben. Und wenn wir dann die Liste derer sehen, die damit nicht klarkommen….die in Suizid den letzten Ausweg sehen..oder physisch und psychisch zerstört nach Hause kommen….dann zeigt es mir, dass es nicht einfach sein wird, das so zu leben…..es mag nicht unmöglich sein…aber auch nicht einfach....diesen selbstlosen Weg zu beschreiten.

Umso mehr Respekt und Anerkennung an den Menschen, die in solchen Lebenslagen auch noch die Kraft aufbringen für andere da zu sein und ihnen Halt zu geben.

Ich denke, dass auch manche Jedi damit Probleme hätten.

Irgendwo habe ich gelesen, dass kurz nach Order 66...ein Jedi den zerstörten Tempel gesehen hat..und voller Enttäschung, Wut über diese Entwicklung einfach das Lichtschwert aktivierte und mit Geschrei auf die anwesenden Trooper losrannte....er starb im Feuer der Trooper. Es war für ihn scheinbar der einzige Ausweg um mit dieser Situation fertig zu werden.....

Möge uns allen dieser Weg der Entscheidung erspart bleiben.

Keylab Halcyon

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Keylab Halcyon » 11.10.2012, 12:52

Das natürlich. Für mich selbst hätte ich die Frage mit "nicht die leiseste Ahnung aber auf jedem Fall im Kreis der Menschen die lich liebe" beantworten müssen.

Benutzeravatar
Ayara Kotum
Padawan
Beiträge: 472
Registriert: 17.10.2010, 19:01
Wohnort: Heisterbacherrott
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Ayara Kotum » 11.10.2012, 13:35

Zwischen "was würde ich gerne tun", "was sollte ich tun" und "was kann ich tun" liegen oftmals große Unterschiede, so natürlich auch in der Frage. Ich glaube kaum, dass irgendeiner von uns sicher weiß, was er oder ein anderer in einer Ausnahmesituation wie dieser wirklich tun würde.
Trotzdem finde ich es ganz interessant mal darüber nachzudenken, welche Charaktereigenschaften wohl zu welcher Reaktion, welchem Verhalten führen könnten.
"Die Jedi sind keine Sekte, Anakin. Wir werden von Mitgefühl und von dem Glauben geleitet, dass die Macht größer ist, als die Summe jener, die sich ihr öffnen."
-Obi-Wan Kenobi-

Padawan von Jaime Skywalker

Revan von Borbra
Jedi-Meister
Beiträge: 650
Registriert: 25.09.2004, 10:45
Wohnort: Autobahn

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Revan von Borbra » 17.10.2012, 16:53

Jolee du sagtest, ich zitiere: "Umso mehr Respekt und Anerkennung an den Menschen, die in solchen Lebenslagen auch noch die Kraft aufbringen für andere da zu sein und ihnen Halt zu geben."

Da magst du sehr recht haben, aber was nützt es? Ist es nicht am Ende dann doch vergeudet? Was hat jener davon wenn er sich für die anderen aufopfert? Bekommt er etwas zurück? Meint es das Schicksal denn dann gut mit ihm, oder wird er selbst auf eine gewisse Art entlastet?
Nein! Er hilft anderen, lädt sich selbst immer mehr auf und dann wenn er es nicht mehr schaft, dann wird er vergessen.

Seine Tat in allen Ehren, aber letztlich ist es nur Dummheit, den er hat sein Leben weggeworfen.
Da wäre es besser gewesen er hätte den "Knopf" gesucht.
Von einer nicht näher benannten Padawan: "Wenn wir Geld brauchen, spiele ich einfach auf der Flöte bis die Schlange kommt."

Meister von Kasha Nedjoa und Araya Syn

Benutzeravatar
Jolee Bindu
Jedi-Meister
Beiträge: 2271
Registriert: 02.02.2009, 21:08
Wohnort: Burgkunstadt
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Jolee Bindu » 17.10.2012, 17:14

Meister Revan,

das alles hängt immer mit der persönlichen Einstellung zum Leben selbst zusammen. Für manche ist es eben eine Art Berufung….andere wiederrum glauben einfach an das Gute, an die Hoffnung das selbst eine kleine Tat etwas bewirken kann. Andere sehen immer alles schwarz….so ist es nun mal …so war es schon immer und wird auch in 1000 Jahren noch so sein.

Wenn du natürlich das Leben oder die daraus entspringenden positiven Taten (wie hier oben genannt) als Dummheit bewertest, so mag das deine persönliche Einstellung zu dieser Sache sein – welche ich sehr bedaure. Würden alle Menschen so denken, wäre die Welt – so meine ich – schon längt eine Trümmerlandschaft. Ich glaube da lieber weiterhin an das ein oder andere Gute im Leben – selbst wenn die Zukunft nicht immer rosig sein wird..und selbst wenn hier und da mal wieder eine Breitseite kommt.

Es liegt an uns selbst – auch an dir – das Leben einfach so in einer Art Lethargie zu verbringen oder doch lieber eine Änderung herbeiführen zu wollen.
Auch wenn du Sprüche nicht magst: du bist verantwortlich für das, was du tust..und auch für das, was du nicht tust. Wenn du weißt, dass es so nicht geht…dann versuch es anders. Es gibt für alles eine Möglichkeit – ob man wirklich will, das ist die Frage. Wenn man alles so weitermacht und nichts ändert, wird sich auch nichts ändern.

Für mich selbst ist das Leben viel zu kostbar…trotz der ein oder anderen Tiefschläge. Die gehören genauso zum leben wie die glücklichen Momente. Ich könnte natürlich auf diese Tiefschläge verzichten….keine Frage....aber so ist nun mal das Leben.

Wenn du am in einem Hospitz gewesen bist…wenn du mal in eine Heim für behinderte Menschen warst…dann wirst du feststellen, dass die meisten unserer Probleme hier nur „Kindergarten“ sind…

Die Menschen dort haben echte Probleme…und die meisten (nicht alle – aber die meisten) versuchen damit klar zu kommen, kämpfen, tun was….glauben daran, dass sie eines Tages ein Stück Sonne in den Händen halten. Und egal wie wann was kommt…sie geben die Hoffnung nicht auf.

Die Hoffnung ist das, was uns am Leben hält. Es ist der Glaube an einer vielleicht besseren Zukunft. Ob sie wirklich kommt – wer weiß. Aber nur wenn du über den Hügel gehst und schaust was dahinter ist, wirst du es sehen.

Benutzeravatar
Kyp Cestus
Padawan
Beiträge: 2057
Registriert: 25.03.2011, 01:48
Wohnort: Ratingen
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Kyp Cestus » 17.10.2012, 22:36

Sehr schön erzählt Meister Jolee. :doppel_daumen:

Warum fallen wir im Leben?
Damit wir lernen uns wieder aufzurappeln.
Das Erste und Wichtigste im Leben ist,dass man sich selbst beherrschen lernt.

Keylab Halcyon

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Keylab Halcyon » 18.10.2012, 08:41

Sehr schön gesagt.

Benutzeravatar
Arli Jin-Mukan
Ratsmitglied
Beiträge: 645
Registriert: 15.05.2009, 20:08
Wohnort: Qiilura/Marktheidenfeld
Kontaktdaten:

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Arli Jin-Mukan » 25.10.2012, 10:25

Also Yoda täte das Ende mit Obi Wan im Jedi Tempel treffen und mit ihn ein wenig über die Macht und über das Leben reden und die letzten Stunden des Lebens einfach nur genießen mit Ruhe und Zufriedenheit und Mediation

Aber gehen wir mal weiter in Universum

Darman (RC1136) täte wieder mit seiner liebe Etain und seinen Sohn das ende erwarten und die letzten paar Stunden einfach nur Familie sein, also Vater Mutter und Kind. Und nicht irgendwie auf der Flucht. Bzw. im Krieg

Aber die fragen wer die letzten stunden mit wehm verbringen möchte ist gut,
Möge die Macht mit euch sein!

Mentor von Maira Tachi
Meister von Meira Ilvane

Maira Tachi
Padawan
Beiträge: 782
Registriert: 17.06.2012, 10:00

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Maira Tachi » 26.10.2012, 09:51

Ich bin für:
Obi-Wan & Siri (<3) *Satine außenvor lässt XD*
out of order

Keeyvan Shrike

Re: Letzte Stunden

Beitrag von Keeyvan Shrike » 30.10.2012, 20:20

*schulter zuck* Ich kann mir da eher weniger vorstellen, was die SW-Chars machen würden... aber ich weiß, was ich machen würde.

Ich würd mich einfach an den Strand von Rakata Prime pflanzen, die Wellen und die Sonne genießen und dann einfach abwarten.

Antworten