Die Macht zu nutzen...

Moderator: Jaime Skywalker

Rush Ti'Koon

Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Rush Ti'Koon » 10.10.2012, 13:44

Also wenn ich dich Macht hätte
würde ich erst mal versuchen mehr über sie zu lernen.
Nämlich was würde es nutzen
die Macht zu habe,
ohne zu wissen wie ich sie einsetze.
Trotzdem würde ich versuchen sie fürs gute einzusetzen(aber sehr sorgfältig).
Um andere zu beschützen.

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Ayara Kotum
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Ayara Kotum » 10.10.2012, 16:48

Wie oftmals so schön gesagt wird, birgt große Macht auch große Verantwortung. Etwas über die einem gegebene Macht zu erfahren, kann auf der einen Seite helfen, verantwortungsvoll mit ihr umzugehen, auf der anderen Seite aber auch die Verführung, diese Macht zu missbrauchen, ins Unermessliche steigern. Dennoch halte ich dein Vorgehen in dieser Weise für sinnvoll, denn hier gilt ein weiterer berühmter Spruch: "Wissen ist Macht!"
Ich stimme dir also zu, dass es sinnvoll ist, ersteinmal mehr über die Macht in Erfahrung zu bringen, bevor man beginnt, sie einzusätzen.

Jetzt kommen wir zu meinem Lieblingspunkt, an dem ich gerne eine bestimmte Frage stelle. Du schreibst, du möchtest die Macht sorgfältig für das Gute einsetzen. Was ist für dich "das Gute"? Wen würdest du beschützen?
Hier ist große Vorsicht geboten! Ein jeder muss an diesem Punkt aufpassen, dass er sich selbst und die eigenen moralischen Vorstellungen nicht über die der anderen stellt. Keiner von uns darf sich anmaßen zu sagen: "So wie ich es für richtig erachte, so ist es auch richtig und so werde ich es durchsetzen!" Gerade bei ethischen Vorstellungen begibt man sich dort auf einen schmalen Grad.
"Die Jedi sind keine Sekte, Anakin. Wir werden von Mitgefühl und von dem Glauben geleitet, dass die Macht größer ist, als die Summe jener, die sich ihr öffnen."
-Obi-Wan Kenobi-

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Rush Ti'Koon

Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Rush Ti'Koon » 10.10.2012, 17:51

Ich weiß das gute liegt im Auge des Betrachters.
Deswegen kann mann nicht 100% sagen man setzt es nur für gute ein.
Ich denke das die Jedi das erkannt habe und so raus den jedi kodex erschaffen haben.
und wenn man die macht hätte sollte man sich an den kodex halten.
Man kann nur sagen das man versucht die macht fürs gute einzusetzten aber ob man dann
das wirglich tut weiß man nicht genau.

Das ist meine Meinung

Gruß Lonewulf

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Ayara Kotum
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Ayara Kotum » 10.10.2012, 18:14

Wenn man sich nie sicher sein kann, dass man die Macht wirklich für das Gute, was auch immer es sein mag, einsetzt, sondern immer in Gefahr lebt, die Macht, absichtlich oder nicht, für die falschen Dinge einzusetzen, ist es dann nicht wesentlich weiser, die Finger davon zu lassen?

Nicht, dass ich das von irgendjemandem erwarten würde, ich könnte mich da nicht an mein eigenes Ideal halten. Wer immer eine Form von Macht besitzt, wird sie benutzen. Das ist menschlich. Doch genauso menschlich sind auch Fehler. Und je größer die Macht eines einzelnen, desto größere Auswirkungen haben dessen Fehler.
Das sieht man in den Star Wars Filmen (Yoda hatte beispielsweise die Macht, den Imperator zu töten), sowie in der realen Welt. Man denke hier z.B. an die Ignoranz, die so mancher Regierungschef dem Klimawandel gegenüber hegt.

Ein weiters schönes Beispiel findet sich im Fantasy-Bereich im Herrn der Ringe. Der Ring der Macht macht seinen Träger nicht bloß unsichtbar, sondern verleiht ihm auch die Fähigkeit, über ganze Völker zu herrschen. Egal, mit welch guten Vorsätzen man ihn einsetzt, wird am Ende Böses aus den eigenen Taten erwachsen.

Daher ist nicht nur die Frage, wie, sondern ob der Einzelne überhaupt die Macht nutzen würde und sollte, angebracht.
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Jolee Bindu » 10.10.2012, 19:48

Die Macht...die Anwendung dieser.....Gut oder Böse.....das alles sind Begrifflichkeiten die immer wieder Ansätze für die verschiedensten und unterschiedlichsten Diskussionen geben.

Und wenn man die Geschichte der Jedi betrachtet..und auch der Sith...stellt man fest, dass nicht nur der Kodex eine differenzierte und komplexe Philosophie darstellt sondern auch die Anwendung der Macht mit all ihren Facetten abhängig von der Lebensweise der betreffenden Personen ist.
Um festzustellen, was man „Gutes“ oder „Böses“ mit der Macht tun kann, müßte man diese Begriffe genau fixieren und mit Fakten untermauern. Es müßten genau festgelegte Fakten sein, wo jeder einsehen kann...und ....was wichtig ist...was jeder auch so als Richtschnur akzeptiert. Nur so kann die Grundlage von Gut und Böse als Basis der Bewertung geschaffen werden.

Es ist richtig...da gebe ich Padawan Ayara recht.... wenn man sich der Verantwortung der Macht nicht sicher ist, sollte man diese nicht in aller Kraft und Stärke anwenden. Das Lernen an der Seite des Meisters kann viel formen und ist in seiner Grundlage dafür unerlässlich. Es ist wichtig, wie bei einer Sportart...das man langsam anfängt...sich der Macht bewußt wird....erkennt, wo die Grenzen sein könnten.....was die Konsequenz aus der Anwendung der Macht ist.....das einem klar wird, dass man damit Dinge tun kann, die einer gewissen Verantwortung der Umwelt gegenüber bedeuten...und das hier auch eine Erwartung des Umfelds an sich selbst gegeben ist.

Und gerade hier versteckt sich der Teufel.

Es ist ein schmaler Grad zwischen der Beherrschung der Macht und der emotionalen Anwendung. Es ist nachweißlich wesentlich schwerer der hellen Seite zu folgen als sich einfach der dunklen Seite hinzugeben. Gerade deswegen „versagen“ auch hier und da manche in der Ausbildung....wenden sich der dunklen Seite zu.
Vieles ist von der persönlichen Einstellung, der persönlichen Disziplin und der Härte gegen sich selbst abgängig.

Ein gutes Beispiel war eine kleine Geschichte aus KOTOR2:
Ein Jedi gab einem Bettler in den unteren, dunklen Regionen von Nar Shaddaa ein paar Credits, damit er sich was kaufen kann. Der Jedi war zufrieden...der Bettler auch.....im Gegenzug hat ein Schmuggler dies gesehen und dem Bettler kurze Zeit später getötet, damit er die Credits bekommt. Hätte der Jedi nicht die Credits gegeben, würde der Bettler noch leben. War es jetzt gut oder schlecht? Hätte er es mit der Macht verhindern oder voraussehen können......

Keylab Halcyon

Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Keylab Halcyon » 11.10.2012, 09:52

Aus Philosophischer Sicht eine interessante Frage.

Was würde ich machen wenn ich die Möglichkeit hätte Dinge wie die Jedi im Star Wars Universum zu tun?

Nun das ist echt schwer zu beantworten.
Natürich würde ich versuchen den Menschen zu helfen und genau da liegt meines Erachtens das große Problem.
Die Jedi im Film werden von klein an darauf getrimmt weitsichtig und vorausschauend zu handeln, würde ich diese Fähigkeiten also einfach mal so bekommen wären Probleme wohl vorprogrammiert.

Sicher würde ich versuchen anderen zu helfen aber gerade da kann man auch schon ohne besondere Fähigkeiten sehr viel Schaden bei anderen oder an sich selbst anrichten. Keine Sorge, ich möchte nicht darauf hinaus, dass es eine schlechte Idee wäre anderen zu helfen. Ich möchte lediglich die Frage diskutieren wie man jemandem am besten hilft.

Die Fähigkeiten der Jedi sind ja in Filmen und Büchern verschieden.
Könnte ich Menschen heilen würde ich das mit Sicherheit ohne Rücksicht auf die Herkunft machen.
Könnte ich wie die meisten Jedi andere beeinflussen oder Dinge mit der Macht bewegen würde ich diese Fähigkeit nur sehr begrenzt nutzen. Ganz einfach aus dem Grund. Wie man es dreht und wendet. Eine Fähigkeit wie Machtüberreden zwingt anderen in bedingtem Umfang einen fremden Willen auf. Aber gerade das ist das was den Menschen so einzigartig macht. Die Möglichkeit selbst zu handeln und zu entscheiden. Wenn ich jemandem also meine Vorstellung wie er etwas zu tun hat geben würde und er danach handeln müsste, dann kann es passieren dass ich ihn nicht nur in seinen eigenen Fähigkeiten sich dieses Problems zu stellen beschneiden würde, ich würde auch in seinen Lern und Entwicklungsprozess eingreifen, da er aus der Beseitigung dieses Problems keine Lehren ziehen kann.

Könnte ich in die Zukunft sehen wäre es so ziemlich das selbe. Klar kann ich jemandem sagen. Tue das nicht, denn es wird dies und jenes passieren. Aber zum einen ist damit nicht garantiert dass sein Leben damit glücklicher verläuft und zum anderen dürfte die Sache so komplex sein, weil man ja in einem riesigen Mosaik, dass das Leben einer jeden Person bestimmt und das man Schicksal oder Vorherbestimmung nennt nur ein winziges Steinchen gesehen habe. Ich weiß nicht ob ich der Person mit meiner Warnung später größeres Glück verbaue oder sie sogar in noch schlimmeres Unglück in ferner Zukunft stürzen würde.

Würde ich über die Philosophie und Weisheit der Jedi verfügen, dann würde ich diese an alle weitergeben die sie annehmen und danach handeln möchten. Ich würde Menschen beibringen dass sie auf der Suche nach ihrem angestrebtem Glück viele Chancen dieses Ziel zu erreichen einfach vorbeiziehen lassen weil sie es nicht erkennen, da es nicht genau dem Bild entspricht dass sie davon haben. Ich würde den Leuten dabei helfen diese Philosophie zu verinnerilchen und sie jedem beizubringen der sie erlernen möchte. Es würde den Leuten nicht nur dabei helfen persönlich ausgeglichen und zufriedener zu werden sondern sie auch im Umgang mit jeglicher Art von Macht oder Machtbefugnissen wesentlich bewusster und verantwortungsvoller handeln zu lassen.

Das was ich bei den Jedi schon immer am interessantesten fand war nicht die Fähigkeit, dass sie mithilfe eines Spektrums übermenschliche Dinge tun konnten sondern diese tiefe Ruhe, innere ausgegilchenheit, Weisheit und Güte mit der sie allen anderen begegnen. Das war das was mich am meisten fasziniert und das würde ich an alle die es möchten weitergeben.

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Ayara Kotum
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Ayara Kotum » 11.10.2012, 11:17

Wahrlich edle Vorsätze.
Ich gebe dir in weiten Teilen Recht. Die Beeinflussung anderer Personen ist, aus den bereits genannten Gründen, ein Tabu. Im Star Wars Universum nutzen Jedi diese Fähigkeit nur in Ausnahmefällen. Hier ist natürlich schon wieder schwer einzugrenzen, was ein solcher Ausnahmefall ist, was es rechtfertigt, einem anderen Lebewesen seinen freien Willen zu nehmen. Bewegt man sich einmal im Feld der Ausnahmen und Rechtfertigungen, sind dem Einsatz dieser Fähigkeit kaum noch Grenzen gesetzt, denn immer wird ein jeder sich zu rechtfertigen wissen, wenn es ihm gerade notwendig erscheint.
Was die Sicht in die Zukunft angeht, so würde ich dies eher als Fluch denn als Segen wahrnehmen. Einerseits hat man die Last der Verantwortung, die das Wissen um die Zukunft mit sich bringt, andererseits doch die stehte Ungewissheit, ob man sie überhaupt verändern darf. Hätte man diese Gabe, sollte man sich stehts bewusst sein, dass sich die Zukunft immer verändert und man nur eine mögliche Zukunft sehen kann. Daher wäre es wohl auch so gut wie unmöglich, das gesehene willentlich zu verhindern.
Interessant finde ich den Aspekt des Heilens. Dafür findet sich in den Bane-Büchern ein gutes Beispiel: der Heiler Caleb. Er weigerte sich, während des Kriegs zwischen Jedi und Sith, auch nur einer Partei zu helfen, weil er sich vollkommen aus dem Krieg heraushalten wollte. Er wollte keine Soldaten heilen, die dann widerum andere Menschen verletzen und töten würden. Also kann diese, im Normalfall rein positiv betrachtere, Fähigkeit des Heilens durchaus auch negativ gesehen werden.
Allerdings bin ich da auch eher der Ansicht, dass durchweg jeder das Recht auf die Linderung von Leiden hat. Dies ist die Aufgabe des Heilers... oder Arztes in unserer Welt... Was der Partient damit anstellt, liegt allein in seiner eigenen Verantwortung.
"Die Jedi sind keine Sekte, Anakin. Wir werden von Mitgefühl und von dem Glauben geleitet, dass die Macht größer ist, als die Summe jener, die sich ihr öffnen."
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Tyla Rey » 22.08.2014, 09:24

Eine interessante Frage - Kann man Individuen gegen ihren Willen beeinflussen und wenn ja, sollte man es dann?
Ich bin der Überzeugung das man jemandem nicht einen Willen oder eine Meinung aufzwingen kann, wenn dieser (und sei es Unbewusst) nicht selber den nötigen Ansatz dazu mitbringt und sei es nur ein leises Zweifeln, oder das sich derjenige gedanklich damit befasst hast. Wie es immer so schön heißt: Der Glaube versetzt Berge. Ich denke das auch mit Hilfe der Macht der eigentliche Charakter nicht beeiflusst und somit niemand zu einer Handlung bewegt werden kann, die für ihn völlig abwegig scheint SOFERN derjenige sich seines eigenen Charakters selbst bewusst ist. Wer sich selbst gut genug kennt, wird auch eine geschickte Manipulation seiner Handlungen leicht durchschauen und den "Schleier" durchbrechen, den man ihm über die Augen gelegt hat. Voraussetzung ist aber natürlich ein starkes Selbstbewusstsein bzw. Selbsterkenntnis.

Genau deswegen arbeiten die Jedi wohl auch so hart an ihrer eigenen Persönlichkeit. Wichtig dafür ist natürlich das man während der Ausbildung Fehler macht, erkennt und sich mit ihnen auseinandersetzt. Freude empfindet und Schmerz erlebt, denn nur wenn man lernt mit diesen Dingen umzugehen, kann man mit sich selbst im Einklang sein und ist auch nur so in der Lage Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen. Hier haben wir dann den Bezug auf den Jedi-Kodex, bei dem Meister Rah-Gon in dem entsprechenden Topic für mich schon sehr gut erläutert hat, das "gibt es nicht" übersetzt heißt "ich bin mir dessen bewusst und deswegen verliert es an Bedeutung". Wenn man das nun mit Keylabs Beitrag in Verbindung setzt, aus dem ich herauslese das "Einmischung" immer eine Konsequenz hat und sei es nur die, dass ich dem anderen die Chance nehme eine Erfahrung selbst zu machen, greife ich massiv in diesen Lernprozess ein, der bei den Jedi selbst sehr entscheidend ist.

Im Grunde ist es also eigentlicht nicht in der Lebensweise eines Jedi vorgesehen, direkt in Handlungen einzugreifen, was natürlich wieder die Diskussion "Hätten sie sich in die Angelegenheiten der Republik so massiv einmsichen dürfen" erneut anregen dürfte. Ein einfaches Beispiel habe ich in den KOTOR spielen erfahren. Hier gelangt man einmal zu der Entscheidung, ob man jemandem ein paar Credits überlassen möchte, weil er einen kläglich darum bittet. Der erste Gedanke: "Ich bin Jedi, ich helfe!" Nun wie viele andere habe ich demjenigen meine Credits überlassen und musste dann mit ansehen wie er an der nächsten Straßenecke genau wegen dieser Credits überfallen und niedergeschlagen wurde. Unsere Handlungen haben immer Auswirkungen die wir unmöglich alle vorhersehen können und da es uns nur möglich ist unsere eigenen Entscheidungen zu verantworten, ist es wohl das beste wenn wir uns nicht aktiv irgendwo einmischen.

Als Jedi ist es also wichtig anderen dabei zu helfen zu sich selbst finden zu können, ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen wenn sie nur noch einen Weg sehen, aber ihnen die Entscheidung und damit die Erfahrung selbst zu überlassen. Ansonsten greift ein Jedi in einen Lernprozess ein, der in seiner eigenen Lebensweise fest verankert ist und auf dem, meiner Meinung nach, die Säulen des Jedi-Ordens erbaut sind. Jedi kann meiner Meinung nach also auch jemand sein, der gar keine Verbindung zur Macht hat.

Wenn ich eine Verbindung mit der Macht hätte, würde ich sie dafür nutzen "Erschütterungen" bei mir und anderen früzeitig zu erkenne. Ich denke das es ein großer Vorteil sein würde Gefühle und Emotionen von anderen nachempfinden zu können. Wenn ich dadurch die missliche Lage des anderen verstehen könnte, würde es mir vielleicht gelingen ihm neue Perspektiven aufzeigen zu können, die er vielleicht auf Grund seiner misslichen Lage selbst nicht erkennen konnte.

Der große Vorteil wenn man mit der Macht verbunden ist - Man ist auch mit anderen verbunden.
"Everything we hear is an opinion, not a fact. Everything we see is a perspective, not the truth."

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Jolee Bindu
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Jolee Bindu » 22.08.2014, 10:24

„Eine interessante Frage - Kann man Individuen gegen ihren Willen beeinflussen und wenn ja, sollte man es dann?
Ich bin der Überzeugung das man jemandem nicht einen Willen oder eine Meinung aufzwingen kann, wenn dieser (und sei es Unbewusst) nicht selber den nötigen Ansatz dazu mitbringt und sei es nur ein leises Zweifeln, oder das sich derjenige gedanklich damit befasst hast.“


Für mich generell ein klares NEIN – wobei die Antwort selbst zweideutig ist, denn…“aufzwingen kann“ bedeutet ja nicht, dass man es nicht will oder tue. Da ist selbst für mich die Argumentation „nicht selber den nötigen Ansatz …“ nicht gültig, weil es eine Art Rechtfertigung ist, warum man es nicht tut, obwohl man es vielleicht möchte.

Die Beeinflussung von Menschen ist auch ein schmaler Weg – denn auch mein Verhalten, mein Tun, meine Entwicklung, mein Erfolg oder Misserfolg –welche andere miterleben, sehen – kann schon eine Art der Beeinflussung sein. Weil sie sich an mir orientieren, sie denken meinen Füßen im Sand folgen zu müssen.

Eher ist es die menschliche Kunst dem anderen in seinem Wesen zu stärken, den Abstand zu wissen, zu erkennen, wo meine Tun einfach überschwappt auf den anderen…er es nacheifern möchte. Im klar zu machen, dass er selbst sich finden muß.

Oder zu erkennen, dass mein Tun jetzt einfach zu dominant ist, zu stark…der andere sich dadurch unter Druck versetzt fühlt. Oft ist die Botschaft die wir verschicken, die wir meinen zu vermitteln nicht die, die beim anderen ankommt. Auf dem Weg dahin, beim Lesen dieser Botschaft entstehen beim Empfänger Impulse, Regungen, Empfindungen..die wir nicht immer gleich sehen, erkennen…und verstehen dann nicht, warum der Mensch mir gegenüber unerklärlich reagiert.

Ja – jede Handlung hat irgendwo PRO und CONTRA.

Und vieles muß man sich auch erarbeiten um zu erkennen, wo ich selbst stehe, wohin ich will, was mein Weg ist, wer ich selbst bin.

Die Kunst ist es beim anderen das vorsichtig zu erkennen und ihm dort seine Stärken zu belassen, sie zu fördern, auch wenn sie nicht meine sind.

Zu erkennen, welche Hilfe und Unterstützung überhaupt benötigt wird und gewünscht ist.
Man muß die Welt und die Menschen so sehen wie sie sind, nicht wie ich denke zu sein.
Gefühle und Emotionen von anderen nachempfinden zu können kann auch ein Teufelskreis sein. Hierfür ist eine starke Selbstbeherrschung und ein hohes Energielevel notwendig. Denn oft belasten die negativen Dinge einen mehr als die guten Ereignisse uns Kraft geben. Und wenn man irgendwann mal ein Archiv der Schmerzen in sich gesammelt hat, ist die Frage wie stark und sicher ich bin damit umzugehen.

„..Wenn ich dadurch die missliche Lage des anderen verstehen könnte, würde es mir vielleicht gelingen ihm neue Perspektiven aufzeigen zu können, die er vielleicht auf Grund seiner misslichen Lage selbst nicht erkennen konnte…“

Das ist ein Punkt, wo man auch erkennen muß, ob diese Hilfe überhaupt gewollt ist…ob nicht ich selbst das Problem bin. Und wer sagt denn, dass meine Meinung der Schlüssel für die passende Tür ist. Wichtig ist hier die Erkenntnis, ob die Menschen mir gegenüber das Vertrauen geben wollen, dass ich ihre Gefühle verstehen darf….es ist die Erlaubnis in das Herz und die Seele einzutreten. Man kann anklopfen…aber man sollte warten bis vom Gegenüber das „herein“ erklingt.

Wichtig ist ihm etwas zu geben, zu sagen…was für seinen Charakter, für seine Art Mensch passt..auch wenn es bedeutet, dass es für mich selbst nicht vor Vorteil ist.

Und wichtig ist auch, es zu akzeptieren, mich selbst unter Kontrolle zu halten wenn es nicht so kommt ich es mir gedacht oder gewünscht habe. Jeder angedachte Weg kann morgen schon wieder anders verlaufen…viele Fakten können sich durch neue Dinge von heute auf morgen verändern. Menschen verändern sich…und ich selbst kann nur dann als Ratgeber, Vermittler oder Ansprechpartner ehrlich, wertschätzend und echt fungieren, wenn ich das selbst vorlebe und nach außen zeige.

Manches kann man selbst ändern...manches ändert sich von selbst...und vieles öffnet oder verschließt sich durch mich selbst, welchen Mensche ich geben.

Jeder hat seine Visitenkarte, seinen Stempel...manches kann man verändern, ändern, anpassen, überarbeiten...und manches bleibt einfach im Blut, im Kopf....ein Leben lang...da hilft dann auch nicht, ob ich die Macht benutzen kann oder nicht.

Diese "wie bin ich, wer bin ich" ist der Schlüssel für andere Menschen...entweder ich bekomme in oder eben nicht....

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Tyla Rey
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Tyla Rey » 22.08.2014, 10:29

Eine sehr schöne Ergänzung, danke Meister Bindu, ich werde über eure Worte meditieren. :knuddel:
"Everything we hear is an opinion, not a fact. Everything we see is a perspective, not the truth."

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Xaquí Orelana

Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Xaquí Orelana » 05.09.2015, 07:01

Wofür würdet ihr sie einsetzten?
Ich würde sie für Hilfe und Selbsthilfe nutzen; niemals aus Spaß, Rache oder Bosheit.

Würdet ihr es schaffen, sie wie die Jedi, nicht zu eurem eigenen Vorteil einzusetzen?
Es kommt auf die Situation an. Ich werde definitiv niemand im Geist rumpfuschen oder Schmerzen zufügen.

Würdet ihr euch eher mit der Hellen oder der Dunklen Seite verbunden fühlen, oder beide nutzen?
Ich sehe beide als Teil der Macht, wie Ying und Yang, Gefühle gehören dazu, auch Zorn und Angst, so wie Trauer, so lange ich diese beherrsche. "Es gibt Leidenschaft, darum übe Gelassenheit!"

Also, wie würdet ihr euch einschätzen?
Ich würde mich als spiritueller Berater sehen, würde es mir jedoch nicht nehmen, so vorzugehen wie es Itachi Uchiha bei Kabuto Yakushi tat, als er diesem durch das Izanami seinen Fehler vorhielt um ihm solange diesen Fehler im Geiste zu machen bis er sich änderte und den Fehler einsah. ^_____^'

Talon Khronos

Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Talon Khronos » 09.09.2015, 01:15

Wofür würdet ihr sie einsetzten?
In erster Linie in ernsten Situationen, also zB um andere zu retten oder zu bewahren. Grob gesagt um brenzlige Situationen zu entschärfen. Sei es von Menschen ausgehende oder "Naturgewalten/Katastrophen". Zur Steigerung der natürlichen Fähigkeiten. Aber niemals leichtfertig oder aus "Machtgier" um anderen zu schaden.

Würdet ihr es schaffen, sie wie die Jedi, nicht zu eurem eigenen Vorteil einzusetzen?
Ich glaube manchmal ist das schwierig. Besonders wenn Emotionen da mit reinspielen. Um wissentlich andere negativ zu beeinflussen oder ihnen zu schaden aber definitv nicht.

Würdet ihr euch eher mit der Hellen oder der Dunklen Seite verbunden fühlen, oder beide nutzen?
Ich glaube, dass es nicht wirklich eine helle und dunkle Seite gibt, sondern mehr nur die Art und Weise wie man die Fähigkeiten einsetzt. Beispiel: Ein Machtstoß, der jemanden das Genick bricht und ihn damit tötet tut "böses".(Was wäre aber wenn dieser jemand gerade dabei wäre einem anderen Individuum zu schaden?) Ein Machstoß, der einen Felsen wegstößt, der sonst jemanden erschlagen hätte, tut "Gutes".(Was wäre aber wenn dieser jemand gerade dabei war, dich oder andere zu verletzen?)

Also, wie würdet ihr euch einschätzen?
In erster Linie würde ich mich in der (beschleunigten)Analyse von gefährlichen Situationen sehen um diese schneller einschätzten zu können und geziehlt zu handeln. Denn wie oben beschrieben, ist eine Situation oft mehr als der erste Blick vorgibt. Es schadet nie mehrere Blickwinkel zu kennen um das Schlimmste zu vermeiden

Meira Ilvane
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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Meira Ilvane » 07.10.2015, 22:46

Oje, ich glaube, ich würde die eine Hälfte der Zeit davon träumen, was für ein cooler machtnutzender Superheld ich sein könnte. :lol:
Den Rest der Zeit würde ich entweder leise in mich hineinkichernd auf dem Pausenhof verbringen, wohl wissend, dass ich in der Lage wäre sie alle zu kontrollieren. Außerdem würde ich wahrscheinlich unauffällig eingreifen wenn es z. B. zu Prügeleien käme.
Oder ich würde nachts wach in meinem Bett liegen und mich mit der Frage quälen, ob es gerechtfertigt ist, in die Gedanken anderer einzugreifen, nur weil ich es kann.
Allerdings hätte ich ständig Angst, dass ich die Macht nutze um das Buch/die Fernbedienung/den Kaffee zu mir zu holen statt die zwei Meter einfach zu laufen. Und ich würde mich verrückt machen, weil ich mich so davor fürchte und Furcht zur dunklen Seite führt, und weil ich mich verrückt mache...
Trotzdem würde ich mich wirklich bemühen, nett zu sein und anderen zu helfen.
Von der Vergangenheit lernen, in der Gegenwart leben und in deine Zukunft vertrauen du sollst.

Die drei MMM - 1. Padawan
Padawan von Arli Jin-Mukan
Loot von Daesha

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Re: Die Macht zu nutzen...

Beitrag von Jolee Bindu » 08.10.2015, 10:09

Xaquí Orelana hat geschrieben:
Würdet ihr es schaffen, sie wie die Jedi, nicht zu eurem eigenen Vorteil einzusetzen?
Es kommt auf die Situation an. Ich werde definitiv niemand im Geist rumpfuschen oder Schmerzen zufügen.
Wenn du definitiv niemanden im Geist rumpfuschst oder Schmerzen zufügst, grenzt du dann manche/viele Situationen nicht schon von Anfang an aus? Wo ist die Grenze dafür?
Xaquí Orelana hat geschrieben: Also, wie würdet ihr euch einschätzen?
Ich würde mich als spiritueller Berater sehen, würde es mir jedoch nicht nehmen, so vorzugehen wie es Itachi Uchiha bei Kabuto Yakushi tat, als er diesem durch das Izanami seinen Fehler vorhielt um ihm solange diesen Fehler im Geiste zu machen bis er sich änderte und den Fehler einsah. ^_____^'
Wenn du so vorgehen würdest, jemanden im Geiste den Fehler immer wieder vorzuhalten..widerspricht das nicht der obigen Aussage das du niemanden im Geiste rumpfuschen möchtest?

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