Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Moderator: Jaime Skywalker

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Kay-Sio Jen

Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Kay-Sio Jen » 02.05.2014, 07:29

Meine frage, und ich grüble schon eine ganz Weile damit, was ist für einen Jedi noch grauer Bereich?

Ich habe vor einigen Tagen mal wieder Episode 6 geschaut, und mir fiel auf das Luke Skywalker, Darth Vader im Todesstern beim Duell besiegt hat weil er sich für einen kurzen Moment der Wut und dem Hass auf Vader hat gehen lassen, in Bezug auf das Argument: "Dann gelingt uns das vielleicht bei deiner Schwester ..."

Eigentlich hat Luke ihn ja nur besiegt weil er sich dem Hass hingegeben hat ..., ist das noch OK? Wie seht ihr das?

Revan von Borbra
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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Revan von Borbra » 02.05.2014, 09:37

Besiegt ja, aber zu welchem Preis? Luke hat zum Schluss gerade noch die Kurve bekommen und aufgehört, bevor sein Hass ihn wirklich ganz auf die dunkle Seite gezogen hat. Diese Grenze verwischt so ungenau, dass es unmöglich zu sagen ist wo sie genau ist und wie man sich auf dieser Linie bewegt.
Luke wollte eigentlich seinen Vater retten und von der dunklen Seite abbringen, das hat er damit nicht geschafft, erst sein eigenes Leiden, als der Imperator ihn töten wollte, hat Vader dazu gebracht sich für die Familie zu entscheiden.
Von einer nicht näher benannten Padawan: "Wenn wir Geld brauchen, spiele ich einfach auf der Flöte bis die Schlange kommt."

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Rush Ti'Koon

Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Rush Ti'Koon » 02.05.2014, 12:26

ich kann mich einfach nur Revans meinung anschliesen (sehr gut formuliert Revan) weil das genau so sehe.

Exsar Kun

Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Exsar Kun » 02.05.2014, 21:53

Ich werde mich wahrscheinlich wieder einmal unbeliebt machen, aber ich muß bei solchen Fragen immer an eine bestimmte Szene denken, die in einem andren Bonn vorkommt, und wo genau das gefragt wird, was man vielleicht in eine Aussage umwandeln sollte.

"Hat Du endlich gelernt zu tun war notwendig ist?"

Ein Jedi sollte bereit Sinn das zu tun, was notwendig ist, um etwas wichtiges zu erreichen. Qui Gon zum Beispiel war dazu bereit, auch wenn er mit seiner Haltung angeeckt ist, und er immer wieder Ärger bekam. Und doch trat dt das richtige. Revan hat das getan, was notwendig war, um die Gefahr durch die Mandalorianer zu beenden, und er hat das richtige getan.

Und das ist es, war meiner Meinung nach einen Jedi ausmacht, - das zu tun was notwendig ist. Und wie Witt darf er dabei gehen? So weit wie es nötig ist.

Saturiel Mordale
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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Saturiel Mordale » 02.05.2014, 22:45

Da ist man dann aber schnell bei "Der Zweck heiligt die Mittel" und Anakin wollte auch nur das tun was notwendig war...

Aber das is auch wieder sowas, in der realität würde das Gute nie gewinnen weil es zu viele Skrupel hat ;)

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thoraquin
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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von thoraquin » 03.05.2014, 14:12

Ich glaube das man das ncht veralgemeinern kann,sondern das dies die Persönliche Hemmschwelle Betrifft.Der eine so der andere so,
Die Macht, ist es,die dem Jedi seine Stärke gibt.

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Nam-Or Skyscout
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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Nam-Or Skyscout » 05.05.2014, 16:11

also "das was nötig ist" ist meiner Ansicht nach eine sehr subjektive Sache.

Jeder erachtet etwas anders als "unbedingt nötig" an.

Einige Beispiele wurden hier schon genannt (Revan, Anakin) mir fiele noch Ulic Qel Droma oder (bitte versteht mich jetzt nicht falsch) ein gewisser A.H. aus Ö. ein.
Und "die überwiegende Mehrheit" ist heute (zum Glück) der Ansicht, dass Letzterer damit VIEL ZU WEIT gegangen ist :shock:


Ein "kurzes Aufflackern lassen" von dunkler Seite z.B. ein Wutschrei kommt wohl bei jedem von uns -selbst den besten Jedi- mal vor.
Wichtig ist, dass wir (zeitnah) erkennen, dass wir zu weit gegangen sind und dann noch den "Schritt zurück" gehen können, um wieder in "lichten Bahnen" wandeln können, anstatt uns weiter in der Dunkelheit verlieren...

Bei Luke könnte dies der Moment, als er sein Lichtschwert beiseite warf, gewesen sein. (egal wie töricht dies angesichts der Warnung von Yoda "unterschätze niemals die Macht des Imperators" war ; auch Yoda bzw. die anderen weisen Jedi-Meister hatten sich Jahre zuvor vom Imperator / Sith-Lord täuschen lassen)

In diesem Moment war er -meiner Ansicht nach- noch Herr seiner Sinne und auf der hellen Seite.

Wäre er anschließend mit gezogenem Lichtschwert und mit Hass auch noch gegen den Imperator vorgegangen (ob / wie weit er gekommen wäre, könnten wir ja mal in einem anderen Topic diskutieren ;) ) , dann hätte er evtl. seinem Hass erliegen und zur dunklen Seite überwechseln können.

Jahre später ist er diesen Weg ja gegangen, als er es mit einem Klon des Imperators zu tun bekam.
Dann hat er den Weg zurück nicht selbst gefunden, sondern musste von seinem Schwester gerettet werden !!
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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Saturiel Mordale » 05.05.2014, 16:35

Ich hab mir Gestern mal wieder EPVI angeschaut und ich bin zu dem Schluss gekommen das der Grund eine sehr wichtige Rolle spielt. Luke hatte sich vollkommen unter Kontrolle bis Vader seine Schwester erwähnte und Luke wusste, wenn er jetzt nichts dagegen unternimmt, wäre auch die letzte Hoffnung verloren. Und er hörte auf als Vader außer Gefecht war. Er hat quasi seinen Standpunkt klar gemacht (Ja Lichtschwert wegwerfen war schon doof.. aber die Dinger irgendwo liegen zu lassen liegt wohl in der Familie :D ) Er hatte ja keine andere Wahl als gegen Vader zu kämpfen nachdem er nicht zu Vader durchdringen konnte.

Bei Revan war es ja so ähnlich, wobei ich da die Geschichte nicht mehr ganz so im Kopf habe - lang sind die Spiele her.

Anakin - ja er war ja vorher schon ein Charakter der nicht mit sich im reinen war, dazu noch die Liebe zu Padme und der Wunsch sie zu retten, bei dem meiner Meinung nach Egoismus nicht gerade eine kleine Rolle spielte.

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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von thoraquin » 05.05.2014, 20:55

Ich denke Meister Sky hat es auf den Punkt gebracht
Die Macht, ist es,die dem Jedi seine Stärke gibt.

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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Golradir Súrion » 06.05.2014, 11:03

Wie weit darf ein Jedi gehen? Wühlen wir dazu einmal in den verstaubten Archiven... Jenen verschlossenen Kisten die selbst den Großen und Größten Jedi-Meistern und Großmeistern des Ordens nur bedingt bekannt sein dürfte. gehen wir zurück in eine Zeit in der es kein Schisma gab, Keine Dunkle oder Helle Seite wie es der Orden heute beschreibt.

Gehen wir in eine Zeit als es Hieß: "Vereinigt in Chaos und Harmonie, Unsterblich in der Macht". Zu den Anfängen...

Man bedenke bitte, dass meine persönlichen Ansichten hier als Jedi-Ritter und auch als Mensch sehr gegen die allgemeinen Lehren des Ordens schlagen. Aber auch gegen die Lehren der Sith.

Ein Machtkrieger, so nenne ich es nun einfach mal, muss immer Bereit sein zutun was in seinem Glauben notwendig ist. Ekoya Thoraquinn nannte es die "persönliche Hemmschwelle", Ekoya Chriall nannte ein Zitat von Großmeister Yoda...
Und ich stimme auch Ekoya Mordale zu. Aber das sind nur Facetten des großen ganzen. Denn wir selbst können nicht wissen ob unser handeln das richtige ist. Wir können nur unser selbst sicher sein, dass wir alles in unserer machtstehende getan haben.
Selbstverständlich hat sich Großmeister Skywalker in jener Gegebenheit von der Dunklen Seite und seinem Hass verleiten lassen. Doch erfand das Gleichgewicht und erkannte wohl seinen "Fehler". Hätte er sich aber wo möglich dem nicht für einen Moment hingegeben, wäre die Galaxie heute anders?
Immer wieder plädieren die ältesten des Ordens sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen. Doch wir sind alle Lebewesen voller Emotionen. Sie machen uns zu dem was wir sind. SIE geben uns das Wissen um Recht und Unrecht, um Moral und Wertvorstellungen. Und ich sage: Man MUSS soweit gehen, wie man es mit sich selbst vereinbaren kann. Und ich spreche da jetzt nicht von einem Weg der zu Mord und Totschlag führt.

Jede Entscheidung die wir treffen hat womöglich Zwei Seiten. Es ist wie mit einer Medallie oder einem Blatt Papier: beide haben zwei Seiten, aber nur weil du eine siehst bedeutet es nicht, dass die andere nicht existiert? Nur beide Seiten garantieren die Existenz.
Es gibt keine Unwissenheit, es gibt Wissen.
Es gibt keine Furcht, es gibt Stärke.
Ich bin das Herz der Macht,
Das offenbarende Feuer des Lichts,
Das Mysterium der Dunkelheit,
Im Gleichgewicht mit Chaos und Harmonie,
Unsterblich in der Macht.

Exsar Kun

Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Exsar Kun » 07.05.2014, 22:04

Ich mus, sagen das Golradir völlig recht hat.

Man siehe dazu auch EP III, als Mace, wenn auch vielleicht etwas zu spät, bereit war zu tun was notwendig gewesen wäre, obschon dies nicht mit dem offiziellen Weg der Jedi vereinbar gewesen wäre. Manchmal mus man sich auch über die Bestimmungen hinwegsetzen können, wenn die sich als fehlerhaft erweisen. Immerhin sollte man eines nicht vergessen: Die Gesetze sind für den Menschen dar, nicht umgekehrt.

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Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Golradir Súrion » 08.05.2014, 08:38

Naja, Mace ist ein schweres Beispiel. Der hängt, trotz seines Ratssitzes und seiner Fähigkeiten, gerade wegen seinem Können immer im Zwiespalt mit Gut und Böse. Als Vaapad-Nutzer muss man da irgendwie diesen Schlenker hinbekommtn.
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Exsar Kun

Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Exsar Kun » 11.05.2014, 10:12

Vielleicht ist er eher ein gutes Beispiel. In dieser Comic Serie "Dawn oft the Jedi" hat sich der Künstler viele Gedanken gemacht, und endlich einmal zu Papier gebracht, was meiner Meinung nach offen zu Tage liegt: Das Gleichgewicht der Macht bedeutet beide Seien zu benutzen, solange man sie kontrollieren kann, und nicht einer den Vorrang gibt- auch nicht der hellen!

Die Jedaii konnten noch - die Jedi und die Sith leidet nicht mehr. Und darum kann Jedi auch tun war notwendig ist, wenn er sich nicht soweit gehen last, das er nur noch dem Zorn gehorcht.

Chatak Lenn

Re: Wie weit darf ein Jedi gehen!?

Beitrag von Chatak Lenn » 13.05.2014, 10:25

Eine sehr gute Frage deren Antwort so unterschliedlich gestaltet werden kann, da jeder seine eigene Sichtweise dazu hat. Jeder Mensch/Jedi fühlt,denkt,lebt anders. Dementsprechend sind auch die Handlungen die ein jeder von uns Tag für Tag aufs neue trifft einmalig. Ich denke jeder muss in bestimmten Situationen eine Entscheidung treffen. Nur wer richtet darüber ob diese Entscheidung richtig oder falsch ist/war??
In erster Linie liegt es bei jedem selbst wie weit er zu gehen bereit ist. Die persönliche Hemmschwelle, Mut, eine schnelle und gezielte Auffassungsgabe der Situation und die eventuelle Kurzschlussreaktion sind die Teile die zuerst stattfinden. Erst danach folgt das eigentliche Gewissen. Das Gewissen etwas Gutes getan und die richtige Wahl getroffen zu haben oder sich darüber im klaren zu werden das man überreagiert oder sogar vollkommen falsch gehandelt hat/haben könnte.

Im Grunde sehe ich es so wie meine Vorposter, denn selbst der hellste und mitfühlenste Mensch hat seine dunklen Momente im Leben. Egal wie ausgeglichen und wie viel Weisheit man mit der Zeit auch gesammelt hat; wer noch nie geflucht hat, werfe den ersten Stein.
Ich sehe es so wie es auch in anderen Filmen oft aufgegriffen wird und nicht nur bei Star Wars. Die Jedi oder ein X-beliebiger Held in dem jeweiligen Film ist selbstverständlich der Gute und auf der hellen Seite. Doch auch in Ihm ist dieser kleine Keim des bösen,der nur darauf wartet genährt zu werden. Man muss sein Leben lang gegen diesen Keim ankämpfen und ihn durch sein Handeln und die Kontrolle der eigenen Wut so klein wie möglich halten.
Trotzdem gibt es momente wo dies nicht mehr möglich ist und man sich dem bösen öffnet. Dies sollte nicht die regel sein sondern wirklich nur der letzte Ausweg und man sollte sich im klaren darüber sein, danach wieder dem bösen zu widerstehen.

Auch könnte ich jetzt zwei schöne Beispiele dafür nennen. Zum einen wäre da die Trilogie "Matrix". 8) Wie später klar wird kämpft Neo im grunde die ganze Zeit gegen sich selbst. Halt seiner dunklen Hälfte.

Und in "Königreich der Himmel" gibt es diese wunderbare Szene wo der Ordensbruder, Balian etwas mit auf dem Weg gibt was hier wirklich gut passt.. " Heiligkeit liegt in der gerechten Handlung und dem Mut, dies auch im Namen jener zu tun, die sich nicht selbst verteidigen können. Und Güte, dass was Gott begehrt, ist hier (zeigt auf Kopf) und hier (zeigt auf Herz). Das, was Ihr entscheidet zu tun, jeden Tag, macht Euch zu einem guten Menschen. Oder auch nicht."

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